Wieland Goldschmiede Termin
Goldschmiedewerkbank bei Nacht, eine Lampe wirft einen engen Lichtkegel auf Feilen und Sticheln

Ein Tisch, eine Lampe, ein Stück

Hier wird nicht gefertigt, sondern gemacht. Ein Ring dauert vier bis sechs Tage, verteilt über zwei Wochen, weil zwischen den Schritten immer etwas abkühlen oder trocknen muss.

01

Die Flamme

Jedes Stück geht durch dieselbe Flamme. Ihr blauer Kegel hat etwa 1100 Grad, das reicht für Feingold und Silber. Gelötet wird auf Kohle, weil sie die Wärme zurückwirft und nichts oxidiert, was nicht muss.

Man hört, wann das Lot fließt, bevor man es sieht.

Lötflamme mit blauem Kegel spielt auf einem goldenen Ring auf einem Kohleblock
Fertiger gehämmerter Goldring auf dunklem, abgenutztem Leder

Nach vier Tagen

Jede Fläche fängt anderes Licht

Von Hand gehämmert heißt: keine zwei Facetten sind gleich. Genau daran erkennt man später, dass es kein Gussteil ist.

Hände feilen einen Ring über dem Feilnagel der Werkbank unter der Lampe

02

Die Feile

Der längste Teil und der, den niemand sieht. Nach dem Löten ist ein Ring schief, dick und stumpf. Was danach kommt, ist Abtragen: grob, fein, feiner, bis die Form stimmt und die Wandstärke überall gleich ist.

Wie es abläuft

Vom Gespräch bis zum Stück.

Wir arbeiten ohne Katalog. Am Anfang steht ein Gespräch, am Ende ein Stück, das es so kein zweites Mal gibt. Dazwischen liegen sechs Schritte, die alle ihre Zeit brauchen.

Richtwerte, verteilt über zwei bis vier Wochen
SchrittWas passiertDauer
GesprächVorstellungen, Hand ansehen, Größe messen1 Stunde
EntwurfZeichnung und ein Modell aus Silber zum Anprobieren1 Woche
MaterialFeingold, Legierung, Steine aussuchennach Absprache
WerkbankSägen, löten, feilen, hämmern4–6 Tage
OberflächePolieren, mattieren oder patinieren1 Tag
GravurVon Hand gestochen, nicht gelasert1 Tag

Was ein Stück kostet, hängt am Material und an der Zeit. Beides sagen wir vor dem Anfangen, nicht danach.

Ein Ring wird an der laufenden Polierscheibe gehalten, Poliermittel staubt im Licht

Kommen Sie mit einer Vorstellung statt mit einem Bild

Ein Foto aus dem Internet ist ein guter Anfang und ein schlechtes Ziel. Sagen Sie uns, was das Stück können soll, dann finden wir die Form dazu.

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